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Juist: Wattflächen ersticken unter Sediment

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Tötet der Juister Hafenschlick das Sandwatt?Nach Ansicht des Wattführers Heino Behring sterbe das einstige Juister Sandwatt südöstlich der Insel unter einer Sedimentwolke. Dieses Sediment stamme aus dem Juister Hafen und wird wenige Kilometer weiter südlich ins Wattenmeer gekippt. Die Strömung trage es wieder zurück und lagere den Hafenschlamm auf dem Sandwatt ab. Dies sagte er gegenüber dem NDR.

 

Mehrfach im Jahr werde aus dem Hafenbecken jede Menge Schlamm gebaggert und etwa einen Kilometer westlich von der Hafeneinfahrt verklappt, sagt Behring. "Tiere werden mit dieser Staub- und Dreckwolke überdeckt, ersticken und sterben." In einem Brief hat er jetzt Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass der Schlick künftig an Land entsorgt wird. Bis in die 90er Jahre wurde dies so gehandhabt. Aber nun lässt die Nationalparkverordnung dies nicht mehr so einfach zu.

Jens Heiken vom Nationalparkhaus geht hingegen davon aus, dass mehrere Faktoren ursächlich für die Verschlammung des Wattengebietes ist. Der Sedimentschlamm stamme vermutlich aus einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren, wie z.B. auch Strömungsveränderungen und einer "natürlichen Dynamik". Juists Bürgermeister Dietmar Patron will das Schlick-Problem genau untersuchen lassen. Denn auch er beobachtet eine zunehmende Verschlickung im Watt. Aber ob dafür die Verklappung von Schlamm aus dem Inselhafen die Ursache ist, sei nicht belegt. Zur Klärung habe er bereits Kontakt zur Nationalparkverwaltung und den Behörden aufgenommen. Er hofft, möglichst bald erste Ergebnisse zu bekommen.

Ein Fernsehbeitrag hierzu findet sich hier.


Kommentare

avatar Sawatzki,Rainer
+12
 
 
Hallo!
Ich finde es skandalös wenn man hier keine Abhilfe schaffen würde(zu gunsten der Natur).
Ps:Eingefleischter Nordseeurlauber.
Rainer Sawatzki,Bochum
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avatar Hubert
0
 
 
Also das wird doch schonb permanent versucht.
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avatar Ruwen Geerjit
+2
 
 
Hier muss eine Lösung jenseits des Baggerns und verklappen gefunden werden!
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Aktualisiert ( Donnerstag, den 09. Dezember 2010 um 14:44 Uhr )  

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