Der dramatischste Vorfall ereignete sich Sonntagnacht in der Osterems bei Tonne 31a. Fünf junge Leute, alle im Alter um 20 Jahre, waren mit ihrem Jollenkreuzer auf die Osterems rausgefahren und lagen nun völlig entkräftet fest. Da das Boot nicht mit Funk ausgerüstet war, versuchten sie über Handy Hilfe herbeizuholen. Gegen 0.30 Uhr wurden die Seenotretter eingeschaltet.
Mit dem Tochterboot der ”Alfried Krupp” versuchten die Retter in stockdunkler Nacht und bei kräftigem Wind die nur sieben Meter lange Jolle zu finden.
Inzwischen hatten die Jungen auf Anweisung der Seenotretter den Anker geworfen, um wenigstens einigermaßen die Position halten zu können. Dabei hatten sie das Glück, sich am Rande einer flachen Sandbank befunden zu haben. Der Anker hielt, die retter fanden das Boot und schleppten es nach Borkum. Um 4.30 Uhr war der Einsatz beendet.
Allerdings ging es um kurz nach 7 Uhr bereits wieder weiter. Das Bremer Forschungsschiff ”Schall” lag mit Kühlwasserproblemen zwischen Tonne 13 und 15 in der Westerems. Das 29 Meter lange und sieben Meter breite Schiff wurde in den Borkumer Hafen geschleppt.
Am Freitagabend wurde bereits ein Zweimaster mit Maschinenproblemen im Hubertgat auf den Haken genommen. Das zwölf Meter lange Boot hatte zwei Personen an Bord und wurde ebenfalls nach Borkum geschleppt.
Fazit der Rettungsmänner nach dem arbeitsreichen Wochenende: ”Ist ja alles noch mal gut gegangen.”
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