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Oldersum: Schleusendrama setzt sich fort

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Soll lange schliesen: die Oldersumer SchleuseDer langjährige Ausfall der Nesserlander Schleuse und die zunehmenden Probleme, die die Große Seeschleuse Emden bekommt, haben dem Wassersport in Ostfriesland bereits schweren Schaden zugefügt. Nun soll auch noch die Oldersumer Schleuse für mindestens ein Jahr geschlossen werden.

"Die Emder bauen schöne Häuser und werfen dann nach Fertigstellung die Schlüssel weg" - so kommentierte ein Emder Hafenunternehmer  die Strategie der Hafenstadt im Umgang mit dem Wassersport. Den Binnenhafen für teures Geld sanieren und dann jahrelang die Schleusenproblematik nicht anzupacken, könne sich nur die Stadt Emden erlauben, ergänzte er.

Nun ist auch die Hintertür, durch die man wenigstens mit gelegtem Mast das Kanalnetz betreten konnte, von einer längeren Schließung bedroht. Oldersum soll nun ebenfalls aufgrund von Sanierungen geschlossen werden. Man wartet mit den Sanierungsarbeiten allerdings nicht, bis die Nesserlander Schleuse voraussichtlich im Jahr 2015 endlich wieder ihren den Betrieb aufnehmen wird, sondern man will die Schleuse Oldersum bereits Ende 2012 sperren. Die Sperrung würde dann mindestens bis Anfang 2014 dauern.

Hierbei handelt es sich turnusgemäße Sanierungsarbeiten, also nicht um dringend notwendige Reparaturen. Sie wurden zu der Zeit geplant, als man noch davon ausging, die Nesserlander Schleuse würde 2009 wieder öffnen.  Nun würde es logisch erscheinen, auch diese Sanierung gemäß den Verzögerungen bei der Nesserlander Schleuse nach hinten zu verschieben, um diese „Hintertür “ offen zu halten. Das sehen die verantwortlichen Hafenbehörden allerdings anders.
Somit wäre dann auch diese Möglichkeit auf die Ems zu gelangen für 1,5 Jahre nicht verfügbar und der Druck auf die Große Seeschleuse in Emden  - und damit auch die Wahrscheinlichkeit weitere Ausfälle - würde noch größer werden.

Die umliegenden Wassersportvereine beklagen bereits jetzt einen erheblichen Rückgang an Gastliegern und eine enorme Abwanderung in die Niederlande. Dort hat man verstanden, dass der Wassersport auf vielerlei Arten Geld in die Region bringt. Dies scheint deutsche Politiker und verantwortliche Behörden jedoch nicht zu interessieren.


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Aktualisiert ( Mittwoch, den 23. November 2011 um 15:27 Uhr )  

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