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Wangerooge: Bald Abriss der Ostbake?

Die Ostbake auf Wangerooge, die so genannte Stundenglasbake, hat nach Ansicht des Wasser- und Schifffahrtsamtes Wilhelmshaven ausgedient. Die letzte Bauwerksinspektion 2012 hat ergeben, dass das über 100 Jahre alte Bauwerk nicht mehr sanierungswürdig ist.

Eine wirkliche Sanierung würde den Abriss der Bake mit anschließendem Neubau erforderlich machen, haben die Experten ermittelt. Die geschätzten Neubaukosten in der Größenordnung von 120.000 Euro wären nach Ansicht des Sachbereichsleiter Dirk Eikmeyer nicht zu rechtfertigen, da das Schifffahrtszeichen nicht mehr benötigt wird. Schon in den nächsten Wochen soll der Abriss erfolgen, so das WSA Wilhelmshaven. Anschließend soll am Ostspitze der Insel eine Informationstafel errichtet werden, die an die Ostbake erinnert. Dem Rückbau hat auch die Denkmalschutzbehörde zugestimmt.

Der Begriff Stundenglasbake hat sich eingebürgert, weil das Südkardinaltoppzeichen an eine Sanduhr (Stundenglas) erinnert. Auf Wangerooge ist auch die Bezeichnung "Eieruhr" gebräuchlich. Gebaut wurde die Bake im Jahr 1909, zusammen mit einer Unterkunftsbaracke für die Wasserbauarbeiter. Der Unterkunftsbereich wurde bereits 1990 zurück gebaut, das Schifffahrtszeichen blieb erhalten. 1999 wurde die Bake unter Denkmalschutz gestellt. Über 100 Jahre hat das Wasser- und Schifffahrtsamt die Ostbake als Schifffahrtszeichen unterhalten, bis die Holzkonstruktion nun ihr Lebensende erreicht.

Moderne Satellitennavigation haben Baken für die Schifffahrt entbehrlich gemacht. Auf Neuwerk allerdings hat eine Initiative von Inselbewohnern und -Liebhabern es geschafft, die bei einem Orkan umgestürzte "Klappmützen-Bake" wieder aufzubauen. Ob eine Wangerooger Bürgeraktion um Peter Tiegges das noch einmal - wie schon vor gut 20 Jahren- dieses Ziel erreicht, bleibt abzuwarten. Bürgermeister Hiolger Kohls wurde bereits eine Liste mit mehr als 2000 Unterschriften für den Erhalt des Wahrzeichens überreicht.   

Siehe hier hierzu auch: Wangerooge: Initiative zur Rettung der Ostbake

(Text mit freundlicher Genehmigung von Peter Tigges)

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