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Home Hafenführer Delfzijl / Ems

Delfzijl / Ems

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Die Einfahrt nach Delfzijl liegt im Südwesten des Gatjebogens. Sie ist vom Hafen weit nach Süden abgesetzt. Ist diese Einfahrt passiert, hat man noch längst nicht den Hafen erreicht. Man durchfährt zunächst den rund 3 sm langen Zeehavenkanaal hart an der Steuerbordseite. Segeln ist im an sich breiten Zeehavenkanaal leider nicht mehr erlaubt. Außerdem muss man sich hart an der Stb-Seite halten und nachts bzw. bei schlechter Sicht einen Radarreflektor führen.

Wer UKW hat, muss auf Kanal 66 Delfzijl Radio hören. Sportboote müssen sich zwar nicht melden, sollten sich aber dennoch beim Einlaufen und Auslaufen auf Kanal 66 melden. Ebenfalls auf Kanal 66 bringt der Havendienst Delfzijl um h+ 10 den Wetterbericht, dazu Wasserstandsmeldungen und Verkehrsberichte.

Erst wenn die Schleusen in den Eemskanaal an Backbord querab liegen, ist es nicht mehr weit bis zum Yachthafen. Der liegt ganz am Ende des Hafenbeckens. Im Clubhaus des Wassersportvereins "Neptunus" Delfzijl auf der Pier befinden sich die sanitären Anlagen. Auf den Stegen sind Strom- und Wasseranschlüsse vorhanden. Auch Diesel kann gebunkert werden. Zu Fuß ist man in 5 Minuten in der Innenstadt. In Delfzijl liegt man sehr ruhig und ungestört (Hauptstege mit Fingerstegen). Die Stadt lohnt einen Besuch, auch wenn sie optisch beispielsweise mit dem 5 km entfernten Appingedam nicht mithalten kann.

Der Hafen von Delfzijl ist in den letzten Jahren völlig umgestaltet worden. Die Stege des Segelvereins Neptunus befinden sich im ehemaligen Handelshafen. Immer noch ist das ganze ein riesiges, doch gut geschütztes Becken. Die freien Boxen sind mit einem grünen Schild kenntlich gemacht. Am Kopf des langen Schwimmstegs befindet sich auf einem Ponton das Hafenmeisterbüro. Unten kann man Diesel bunkern, oben residiert der Havenmeester. Wunderbare neue Sanitäranlagen gibt es im Clubschiff am anderen Ende des Steges.

Von Zeit zu Zeit wird »gespuit«, d.h. es werden in der Stadt die Entwässerungsschleusen geöffnet. Dann läuft an den Steganlagen von Neptunus ein kräftiger Strom vorbei. Man sollte dann besser nicht anlegen oder seine Box verlassen. Korrekt festgemacht passiert jedoch nichts.

Delfzijl an sich ist nichts Besonderes, hat aber einen recht lebendigen Hafen, bietet auch eine vorzügliche Versorgung. Unabhängig vom Wasserstand kommt man nach Delfzijl (10 sm von Emden) und Borkum (27 sm). Es ist das klassische Einfallstor, wenn man in die holländische Kanäle will.

Hinter der Schleuse, binnen im Farmsumerhaven (Eemskanal) kann man ebenfalls liegen. Eigentlich ist er nur für Binnenschiffe gedacht und entsprechend nüchtern. Dennoch kann man dort ruhig und gut liegen. Linker Hand von dem turmartigen Hafenmeisterhaus werden immer ein paar Plätze für Boote freigehalten. Wer hier festmachen will, muss das Hafenamtfragen (Kanal 14).

Versorgung:
Binnen der Seeschleuse, direkt am Kanal, alle Arten von Zubehörgeschäften und Reparaturbetrieben, auch Tankstelle.

Zeesluis (Seeschleuse):
UKW-KanaI 26 - Bedienung rund um die Uhr zu jeder Zeit

Der Eemskanaal von Delfzijl nach Groningen ist der Anfang einer schönen Route bis ins Ijsselmeer. Sie ist bereits Teil der „Stehende Mast Route“, das heißt, es ist möglich, ohne den Mast zu legen von Delfzijl letztlich bis nach Zeeland zu fahren. Der Eemskanaal führt bis nach Groningen. Die Kanalbrücken sind ferngesteuert. Sie öffnen sich wie von Geisterhand. Die Zentralen befinden sich in Delfzijl und Groningen. Die Leute dort wissen, welches Schiff sich zu welcher Zeit einer Brücke nähert. Außerdem sind zur Überwachung Fernsehkameras installiert. Dem ankommenden Boot zeigt sich, wie auch in Deutschland üblich, rotes Licht. Dann hört man ein Läutesignal und die Schranken der Brückenfahrbahn schließen sich. Wenn die Brücke aufklappt und der Skipper zwei mal grünes Licht (dem Signal, dass die eigene Seite zuerst durchfahren darf) sieht, kann er passieren.

In Delfzijl folgt ca. 3 Kanalkilometer nach der Schleuse eine Abzweigung an Steuerbord zum inneren Yachthafen von Delzijl.

Ca. 10 Kilometer hinter Delfzijl zweigen an Backbord der Kanal zum Schildmeer (max 1,4 m Tiefgang / max. Höhe 15 m) und an Steuerbord der Kanal nach Appingedam ab. Die von Kanälen durchzogenen Stadt Appingedam ist unbedingt einen Besuch wert.


Kommentare

avatar Jan
0
 
 
Im Zeehavenkanaal muss man UKW-kanaal 3 hören und nicht 66, 66 ist fur den wetterbericht und sendet nur 10 minuten fur jedes ebene stunde aus.
Sportboot brauchen sich auch nicht anzumelden.
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Aktualisiert ( Montag, den 09. Mai 2011 um 10:52 Uhr )  

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