Niedersachsen Ports hat mit der Absperrung der Kaianlagen am Nordseekai im Alten Fischereihafen begonnen. Diese Maßnahme ist notwendig, da die vorhandene Konstruktion massive Schäden insbesondere im Wasserwechselbereich der Stahlbetonspundwand aufweist. Eine statische Untersuchung stellt fest, dass Einsturzgefahr für den Nordseekai besteht.
Vor Beginn der Maßnahme hat Niedersachsen Ports in der letzten Woche mit allen Betroffenen Ausweichmöglichkeiten diskutiert und Lösungen entwickelt. So werden für die Fischkutter am Neuen Fischereihafen Liegeplätze zur Verfügung gestellt, die für ihre Belange geeignet sind. Weiterhin wird der am Nordseekai stattfindende Fischmarkt auf die andere Seite des Alten Fischereihafens verlegt. Dieser findet ab Sonntag östlich der Präsident-Herbig-Straße, dem sogenannten „Kurt-Hahn-Platz“, statt.
Das von Niedersachsen Ports in Auftrag gegebene Gutachten hat im Ergebnis von Anfang August festgestellt, dass sowohl über als auch unter Wasser erhebliche Betonabplatzungen bis zur Freilegung der Bewehrungsstähle vorliegen. Darüber hinaus haben die nach den heutigen Lastansätzen und statischen Berechnungsmethoden geführten Untersuchungen ergeben, dass die Gesamtkonstruktion keine Standsicherheit mehr ausweist. Nach einer eingehenden Prüfung des Gutachtens hat Niedersachsen Ports die Sperrung der gefährdeten Bereiche beschlossen sowie umgehend die notwendigen Bauzäune bestellt, die derzeit aufgebaut werden.
Zu den Entwicklungen am Alten Fischereihafens in Cuxhaven führt Niedersachsen Ports seit Jahren Gespräche mit der Stadt Cuxhaven, die diesen historischen Hafenbereich weiterentwickeln möchte. Bislang haben auch die Gespräche mit möglichen Investoren keine wirtschaftlich vertretbaren Ergebnisse hervorgebracht.
Der Alte Fischereihafen wurde der Stadt Cuxhaven zum Kauf angeboten. Der Rat der Stadt Cuxhaven hat im Dezember 2008 beschlossen, den Erwerb der landeseigenen Flächen im Bereich des Alten Fischereihafens „vorerst zurückzustellen“.
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