
Schiermonnikoog ist die östlichste der befwohnten holländischen Waddenzee-Inseln. Ihren Namen hat sie von den grauen Mönchen des Benediktinerordens, die wohl als erste versucht haben, der kargen Sandinsel das Nötigste zum Leben abzutrotzen (schier Monnik – grauer Mönch). Eine wahnsinnig schöne Landschaft bestehend aus Heide und Dünen, Sandstränden, die immer einsamer werden, je mehr man nach Osten kommt. Oosterburen (Gründung 1720) ist das einzige Dorf auf der Insel. Auf dieser Insel gibt es zwei große Wälder. Es gibt kaum Autos auf Schiermonnikoog, und Touristen dürfen keine mitbringen.
Liegeplatz und Versorgung
Nach dem alten Damm, dem früheren Fähranleger, hat der Yachthafen seinen Namen: De Oude Veerdam. Im Hafen bleiben 1,3-1,5m Wasser stehen, während ringsum, bei Ebbe alles trocken fällt. Der Hafen wird nach Westen von dem allen Damm, geschützt, nach Osten und Norden durch eine Steinschüttung und die Hafeneinfahrt wird durch eine Barre, die verhindert, dass das Wasser des Hafens mit der Ebbe wegfließt, versperrt Auslaufende Boote haben auf Schiermonnikoog Vorrangt!
Der Hafenmeister weist die Plätze zu. Alles Schwimmsiege. Große Boote machen außen am. Kopf des Dammes fest, wenn der Platz nicht von Schiffen der Braunen Flotte benötigt wird. Wenn viel Andrang ist, darf man längstem vier Tage bleiben. Wasser gibt es an den Stegen, WCs und Duschen oben auf dem Damm. Ansonsten sollte man gut versorgt auf die Insel kommen, Treibstoff etwa schon in Lauwersoog bunkern. Lebensmittel kann man im Dorf kaufen. Fahrräder mietet man ebenfalls im Dorf Paaslandsweg 1 (nahe dem Touristbüro VVV).
Ankerplätze vor Schiermonnikoog
Wer das richtige Boot dafür hat, der kann sich etwas südöstlich des Hafens trockenfallen lassen. Allerdings nur auf dieser Sandplatte, außerhalb davon besteht Ankerverbot. Wer diesen Ankerplatz benutzt, der sozusagen zum Hafen gehört, muss sich beim Hafenmeister anmelden. Ein Kielboot findet einen guten Ankerplatz, wenn es im Gat van Schiermonnikoog weiter ostwärts fahrt und in das - allerdings un-betonnte - Brakzandstergat einbiegt. Man muss allerdings vorne bleiben, da der größte Teil des Priels schon im Naturschutzgebiet liegt.
Ansteuerung
Von Lauwersoog kommend ist es mit 4-6sm ein kurzer Schlag. Das Problem dieses Törns ist der kleine Inselhafen, der zwar schön im trockenfallenden Watt liegt, der aber eben auch nur von Booten mit relativ geringem Tiefgang angelaufen werden kann: Bei Spring stehen 1,6 m Wasser, bei Nipp 1,3 m. Allerdings sind auch schon Boote mit einem Tiefgang bis zu 1,6 m nach Schiermonnikoog geratscht. Um sicher zu sein, empfiehlt es sich, den Hafenmeister anzurufen (0519-53 15 44). Von 3 h vor bis 2 h nach HW ist er zu erreichen. Das lässt sich gut erledigen, während man vor der Robbengatschleuse wartet (oben, beim Schleusenwärterhäuschen steht ein Telefon). Alternativ kann man auch den »Zeeverkeerspost Schiermonnikoog« auf Kanal 5 rufen.
Der kürzeste Weg (4 sm) nach Schiermonnikoog führt durch den Geul van Brakzand, (fällt aber hoch trocken!). Die Meisten nehmen aber den Glinder, ein Fahrwasser, das eben westlich vom Geul van Brakzand liegt. Die Fähre nimmt meist ebenfalls den Weg durch den Glindcr nimmt. Wahrschau: Ein steiler Sand, auf dem häufig Brandung steht, ist im Glinder sehr dicht an das Fahrwasser herangerückt.
Beide Routen beginnen im Gat van Schiermonnikoog bei der rot-grün-roten Tonne GvS 16/R 1. Etwa 300m von hier, nach Norden gesehen, liegt die grüne Spiere R 3 - hier kommt man auf das hoch trockenfallende Watt Siegewal. Die beiden gelben Spieren, die wir passieren, dienen nicht der Navigation, sondern markieren eine Kabelführung. Wahrschau: Wer mit seinem Boot außerhalb des Prickenwegs segelt, muss wissen, dass die Kabel mit Stahlstutzen gekennzeichnet sind, die etwa 0,5 m aus dem Seeboden ragen!
Nautische Informationen
Zeeverkeerspost Schiermonnikoog bringt auf Kanal 5 alle 30 Minuten nach der geraden Stunde (h+30) einen Wetterbericht und Schifffahrtsinformationen. Man kann den Zeeverkeerspost auch auf Kanal 5 anrufen und Infos einholen.
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