Bei schönem Wetter gibt es da meist keine Probleme. Mit größeren Motorbooten kann auch ein Anfänger bei bis 4 Bft. auf die Insel. Bei mehr Wind kann es dann unangenehm werden, vor allem aber in der Wesermündung baut sich vor allem bei nordwestlichem Wind meist eine ziemliche See auf. Für kleine Boote kann es aber auch bei auflaufend Wasser unangenehm werden, wenn der Wind aus südlicher bis südöstlicher Richtung (Wind gegen Welle) läuft. Also am besten Wettervorhersage anhören, wenn es dich auf Helgoland einwehen sollte, lieber das Boot ein paar Tage liegen lassen. Bei der Überfahrt solltest Du vor allem darauf achten, daß du mit der Tide fährst, die schiebt dich dann mit. Also am besten vorher den Wetterbericht hören. Da du die Verkehrswege kreuzt, solltest Du am besten das Funkgerät einschalten und Kanal 16 und die jeweils zuständigen Kanäle der Revierzentrale anhören. Achte auf jeden Fall darauf die Verkehrswege möglichst zügig und rechtwinklig zu passieren, der Wasserschutz beobachtet das Gebiet ausreichend und setzt gern sein Schlauchboot für anschließende Beratungen an Bord unter Berechnung einer Beratungsgebühr ein (fängt bei 150 Euro mit Radarplotausdruck an). Die Versorgung auf Helgoland mit Getränken ist gut, Bier erstklassig (insbesondere Pilsner Urquell und Budweiser), Kraftstoff ist zoll und steuerfrei (Preise bei www.rickmers-online.de) und Wasser unbequem (bei Rickmers tagsüber und gegen Bezahlung am Tonnenhof). Duschen und Toiletten sind eher unkomfortabel und teuer. Man liegt meist im sogenannten Sicherheitshafen im Päckchen und muß in der Hauptsaison auch schon mal über 10 Boote klettern. Zu empfehlen ist die Nutzung des Schwimmbades, dort sind die Duschen prima und das Meerwasserschwimmbecken klasse. Man sollte die Kurkarten mitnehmen, die man beim Hafenmeister zusätzlich zur Liegegebühr einlösen muß, dann ist das Schwimmbad preiswerter.
Die Qualität der Restaurants hängt meist von den saisonal engagierten Köchen ab. Beliebt sind die Bunte Kuh an den Hummerbuden am Hafen, dort ist auch ein erstklassiger Fischimbiß in der Mitte der ehemaligen Fischerbuden. Auf Helgoland sind sehr gut das Helgoländer Fährhaus http://www.helgoland-faehrhaus.de/ und im Oberland das Panorama-Restaurant. Auch der Mittagsschwatz in Düne-Süd am Lungwai bei einem Bier ist immer schön. In der Saison lohnt sich die Überfahrt zur Düne, dort kann man sehr schön baden - wenn das Wasser warm genug ist. Alkoholika lohnen sich meist nicht mehr angesichts der Discountangebote auf dem Festland, aber Spezialitäten und gute Whiskys kosten nur die Hälfte des Festlandpreises. Auch sind Zigaretten und insbesondere Pfeifentabake sehr günstig. Bei Schmuck und Elektronikartikeln sollte man daran denken, daß Helgoland mehrwertsteuerfrei ist, da sind 20 Prozent Nachlaß auch erklärbar. Für die Kombüse interessant sind argentinisches Rindfleisch und Gambas, die tiefgefroren sehr günstig bei den Schiffshändlern am Hafen zu erhalten sind.
Helgoland, die Hochseeinsel
Egal, ob man nun zum ersten oder x-ten Male nach Helgoland kommt: es ist immer wieder ein Erlebnis die Felseninsel zuerst als schwachen Schatten, dann als steile rote Felsen in der See auszumachen. Bis man schließlich die Einzelheiten erkennt, den Hafen, das Unterland mit den weißen Häusern, das Oberland mit dem massigen Leuchtturm und den schlanken Funkmasten darüber.Auf der Südreede ankern die weißen Seebäderschiffe die meist gegen Mittag einlaufen und hier Tausende von Passagieren mit den Versetzbooten an Land bringen.Die schmalen Gassen der Insel sind dann vollgestopft mit von Duty-free-Shop-Einkäufen bepackten Besuchern oder mit voll des auf der Insel überaus billigen Alkohols, zu den Schiffen zurückkehrenden Tagesbesuchern. Dazu den ganzen Nachmittag das Surren der Elektrokarren der Shops, die ununterbrochen kistenweise Schnaps und Lebensmittel zu den Booten am Hafen karren. Doch Helgoland hat seine ganz eigene Atmosphäre, die man erst so richtig erleben kann wenn man einige Tage auf der Insel weilt. Dazu gehört auch ein einsamer Spaziergang des abends über das Oberland wenn unter einem das weite Wasser der Nordsee mit all seinen funkelnden, blitzenden, blinkenden Lichtern und Leuchttonnen darauf gegen die steinerne Insel schlägt.Helgoland ist Schutz- und Sicherheitshafen des Bundes, also kein Sportboothafen. Liegen im Süd- und Vorhafen, wobei die Westkaje in der Regel für Sportboote gesperrt ist. Die Nordkaje mit Schwimmfendern ist Sportbooten über 11,- m bzw. über 16,- m Rumpflänge vorbehalten. Die dortigen Längenbegrenzungen sollten unbedingt beachtet werden! Die Liegeplätze Nr. 6 und 7 in der SE-Ecke des Südhafens dürfen nur von Booten bis zu 8,- m Rumpflänge eingenommen werden.Im Hafengebiet liegen mehrere gelbe Festmachertonnen, die die Päckchen stabilisieren helfen. Liegen im Päckchen und im gesamten Hafengebiet ist obligatorisch; Päckchen von über 20 Booten gelten nicht als ungewöhnlich (man sollte lange Leinen an Bord haben). Ankermöglichkeiten im Westteil des Vorhafens nach Anmeldung beim Hafenamt.Bei schlechtem Wetter kommen Boote und Fischkutter in Massen um hier Schutz zu suchen, und dafür ist der Hafen letztlich auch gebaut. Die Hafenmeisterei und die Wetterstation befinden sich in einem rot geklinkerten Gebäude links an der Einfahrt des Südhafens. Es wird jedes einlaufende Schif registriert, und man sollte sich baldmöglichst nach dem Festmachen dort anmelden.Bei Überfüllung kann der Hafen gesperrt werden, dieses wird mit zwei roten Lichtern senkrecht übereinander angezeigt, sie sind an der einfahrt zum Südhafen angebracht. - Helgoland ist, wie gesagt, Budesschutzhafen - und Sperrung hin, Sperrung her, bei schlechtem Wetter darf wohl niemand weggeschickt werden.
Mehr Wissenswertes über Helgoland: www.helgoland.de
Ansteuerung
Kommt man aus dem Südquadranten, Also von den Ostfriesischen Inseln, der Jade, Weser oder Elbe, dann ist es denkbar einfach. Bei guter Sicht wird der rote Felsen schon bald an der Kimm erscheinen. Man läuft im tiefen Wasser einfach darauf zu. Nahe der Insel sollte man die schwarz-gelb-schwarze Tonne Helgoland-O ansteuern, sie liegt eine gute sm südlich der Insel. Dann mit Kurs 20° im Tonnenstrich, passiert dabei die roten Spieren Nr. 2 und Nr. 4/Hogstean und dreht erst nach der roten Leuchttonne Nr.6 auf die Hafeneinfahrt zu, nicht zu früh, um gut von dem Stein "Hogstean" freizubleiben. Wer mehr von Osten her kommt, wird zunächst die gelb-schwarze Leuchttonne Düne-S ansteuern um danach am Rande des Naturschutzgebietes (grüne Linie in der Seekarte) auf die grüne Leuchttonne Nr.1 zulaufen, danach weiter wie oben beschrieben.Kommt man aus dem nördlichen Quadranten, sollte man erst dann auf die Insel zulaufen, wenn man sie in SE hat: Man kommt damit automatisch auf das Tonnentor "Sellebrunn-W" und "Nathurn-N" zu, wo die Einsteuerung in die Nordreede beginnt, ein Fahrwasser das zwischen den Flachs Nathurbrunn und Robbenbrunn zur Südreede und damit zu den Häfen von Helgoland führt. Nathur-N ist eine schwarz-gelbe bakenförmige Leuchttonne, Sellebrunn-W eine gelb-schwarz-gelbe bakenförmige Leuchttonne. Die Durchsteuerung der tiefen, breiten Nordreede ist dank der allerdings weit auseinanderliegenden Tonnen nicht schwer.
Hafen
MTH 2,5m - Wassertiefe über 4,5m. Das Nord- und Südfahrwasser zur Reede sind gut betonnt und befeuert und bieten normalerweise keine navigatorischen Schwierigkeiten. Bei hartem Wetter steht in der Südeinfahrt bei südwestlichen Winden eine grobe, z.T. brandende See. Der große Stein Hogstean dicht westlich außerhalb des Südfahrwassers hat 1,3m Wasser. Eben außerhalb des betonnten Fahrwassers zum Binnenhafen befindet sich an Stb.- Seite eine Unreinstelle mit 1,6m Wasser darüber. Einsteuerungsrichtlinie bis vor den Binnenhafen: 302° - 2F.r. Im Vorhafen befinden sich mehrere, durch Bakekn mit Toppzeichen markierte Unreinstellen, im Südhafen nur in der NE-Ecke hinter dem Schlengel des WSCH. Es wird dringend davor gewarnt, im Helgoländer Hafengebiet Grundberührung zu bekommen; in den gekennzeichneten Gebieten liegen Beton- und Stahltrümmer.Nach § 24 der Hafenordnung müssen die Boote ständig besetzt und verholbereit sein. Das Naturschutzgebiet "Helgoländer Felssockel" darf in seinem westlichen und nördlichen Teil nicht befahren werden. Das Gebiet südlich und östlich der Düne ist für die Durchfahrt frei; hier besteht jedoch ein weitgehendes Ankerverbot (Details siehe Yachtpilot L11).VersorgungAlle Möglichkeiten der Versorgung. Diesel, Benzin im Binnenhafen am Schlengel. Kontakt von dort mit dem Tankwart per Gegensprechanlage. (Warten weitere Boote auf Abfertigung, ist es üblich nach dem Betanken sofort wieder abzulegen um an einem anderen Platz festzumachen, und erst dann die Schuld an der Tankstelle zu begleichen.) Wasser an der Tankstelle oder kanisterweise vom Wasserhahn auf dem Tonnenhof. 15-t-Kran im Binnenhafen. Toiletten, Waschgelegenheiten und Duschen im Restaurant "Robbershörn" an der Nordseite des Südhafens. Duschmarken sind im Restaurant erhältlich.Maschinenreparaturen durch die Motorenschlosserei Lorenzen am Binnenhafen. Taucher sind verfügbar. Für Müll stehen Container im Südhafen zur Verfügung, dorthin muß auch der Müll der Lieger im Binnenhafen gebracht werden. Die Hafengebühren sind an den Hafenmeister zu entrichten und Bringschuld. Das Hafengeld wird je angefangene 24h berechnet. Bei Mehrrumpfbooten erhöht sich das Hafengeld. Gebührenbefreiungen nur bei Notlagen. Liegen wegen Sturm oder sonstiger ungünstiger Verhältnisse gelten nicht als Notlage. Es besteht Meldepflicht.
Telefon
Hafenmeister Bundeshafen: 04725-504, UKW 67, Ruf "Helgoland Port".
Wassersportclub Helgoland: 04725-585
Wetterstation: 04725-606
Zoll: 04725-304
Wassersportclub Helgoland Örtlicher Segelclub im Südhafen von Helgoland. Gastliegeplätze sind hier oft knapp.
http://www.wsc-helgoland.de/
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