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Segeln im Wattenmeer

Harlesiel / Carolinensiel

Harlesiel Ansteuerung - Karten von openseamap.org 

Ansteuerung

Von Wangerooge kommend passiert man die grünen Tonnen, die man an seiner Steuerbordseite liegen läßt. Nach der letzten Tonne sieht man vor sich einen grünen Eisenpfahl sowie dahinter 2 Reihen Holzpfähle. Der grüne Eisenpfahl steht am Kopf des beginnenden Steindamms. Die Holzpfähle stehen jeweils westlich und östlich des Steindamms und bezeichnen keinesweg das Fahrwasser. Das bedeutet zwingend für alle einlaufenden Boote: Lasst beide Pfahlreihen an der Steuerbordseite liegen und fahrt niemals in der Mitte durch. Haltet Abstand von ca. 5 - 10 m zu der östlichen Holzpfahlreihe (die sich jetzt an der Steuerbordseite des Bootes befindet). Bei ablaufendem Wasser auf die Tiefen achten (siehe unsere Lottiefen). Ca. 250 m vor dem Hafen beginnt auf der anderen Fahrwasserseite ein weiterer Leitdamm mit Pfählen und man hat da bereits die Hafeneinfahrt voraus. Eine Ansteuerung bei Dunkelheit ist nicht zu empfehlen (Ansteuerung mit freundlicher Unterstützung von Rainer Martens)

Wahrschau: Die Fähre Harlesiel-Wangerooge kann bei wenig Wasser manchmal nicht ausweichen.

Harlesiel Hafen - Karten von openseamap.org 

Hafen

Im kleinen Fährhafen (fällt teilweise trocken) können Sportboote nur kurzfristig festmachen. An der Westseite liegen mehrere Fischkutter, hier kann man nach Absprache mit der Kutterbesatzung mal für eine längseits Nacht liegen, mehr aber auch nicht.

Allerdings findet sich hier eine Sliprampe nördlich des Fährterminels, zu benutzen in Absprache mit dem Hafenmeister und gegen Gebühr.

Wer länger bleiben will, geht durch die Schleuse nach Binnen.

Schleuse Harlesiel

Funk: Kanal 17 "Harle Lock" - Tel: 04464/ 472 (besetzt von 08:00 bis 20:00)

Die Schleuse (zusammen mit der Brücke) wird nur in der Zeit von 4,5 h vor bis 4 h nach HW bedient. Bei Wassergleichstand (Stauwasser) ­etwa 4 h vor und 4 h nach HW - steht die Schleuse für 5 bis 10 Minuten offen - dies wird per Lautsprecher angesagt. Zum Öffnen der Schleuse braucht man kein Signal zu geben, denn zu den Öff­nungszeiten ist sie besetzt.

Geschleust wird in der Zeit vom 15.April bis 15.Oktober zu folgenden Zeiten:

  • Montag bis Donnerstag: zwischen 08:00 und 20:00 zu jeder geraden Stunde.
  • Freitag: zwischen 08:00 und 20:00 zu jeder vollen Stunde.
  • Samstag: zwischen 08:00 und 11:00 sowie zwischen 13:00 und 20:00 zu jeder vollen Stunde.
  • Sonntag: zwischen 07:00 und 11:00 sowie zwischen 13:00 und 20:00 zu jeder vollen Stunde.

Eine Ein­zelschleusung kostet 13,30 Euro. Schleu­sen mehrere Boote zusammen, dann werden die Gebühren entsprechend geteilt. Mindestens werden jedoch 5,15€ pro Fahrzeug erhoben. Beim Durchfahren der Schleuse bei Wassergleichstand (Tidenschleusung) sind je Fahrzeug 2,85€ zu zahlen.

Für Schleusengänge außerhalb der normalen Betriebszeit wird ein Zuschlag erhoben:

  • an Werktagen 100%
  • an Sonn- u. Feiertagen sowie Nachtzeit 200%

In der Zeit vom 16. Oktober bis 14. April wird nur an Werktagen nach vorheriger Vereinbarung geschleust.

Binnenhafen

Im Binnenhafen liegt man tide­unabhig und sehr ruhig. Die Wassertiefe beträgt hier maximal 1,50 m. Yachten mit mehr als 1,35m Tiefgang sollten Harlesiel aber besser nicht anlaufen. Im alten Sielhafen dürfen nur Traditions­yachten festmachen.

Am Steg können Boote von maximal 10m Länge liegen (Größere an der Kade vor der Promenade). Gastlieger melden sich bitte unter Tel: 0172-534 2937 beim Hafenmeister Ludwig Schulte.

Der Yachthafen des Yachtclubs Harle (YCH) liegt an der Ostseite des Binnenhafens. Clubhaus und Sanitäranlagen sind ebenfalls an der Ostseite, ebenso ein Kran (hebt Boote bis 5 to. Gewicht und bis zu einer Breite von 3,2 m). Auf den Stegen an der West- und Ostseite gibt es Wasseranschlüsse. Die Stege sind beleuchtet.Das Vereinsheim ist an den Wochenenden von Freitag bis Sonntag und an den Feiertagen für Mitglieder und deren Gäste geöffnet. Elfy und Ludwig als Gastgeber, heißen jedermann willkommen. Sie freuen sich immer darüber, neue oder alte Gesichter auf einen "Schnack" und eine Tasse Tee einzuladen. Auch für warme Mahlzeiten wird hier gesorgt.

Die Müllentsorgung erfolgt beim Clubhaus. Für Gastlieger ist eigentlich immer Platz. Man liegt hier sehr ruhig, da weder Schwell noch Tidehub entstehen. Einkaufen kann man sowohl in Geschäften am Binnenhafen (Fischladen, Bäcker) als auch in Carolinensiel. Pkw-Abstellplätze sind allerdings rar.

Treibstoff gibt es nur noch in Carolinensiel (30 Minuten Fußweg).

Kontakt

Yacht-Club-Harlesiel e.V.
Postfach 1431
26401 Wittmund
     

www.yachtclub-harlesiel.de

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

       

Hafenmeisterei Harlesiel:

Tel: 04464/ 472 / Fax: 04464/ 942395

Museumshafen

Im alten Sielhafen, auch Museumshafen, dürfen nur Traditionssegler festmachen. Wegen der Schlüssel zu den Sanitäranlagen und der Stromversorgung ist im Groot-Huus des Museums nachzufragen. Die Müllentsorgung geschieht über die Mülltonnen am Hafen. Liegegebühren werden nicht verlangt, an ihrer Stelle jedoch gerne Spenden für das Museum angenommen. Die Anmeldung und den Schlüssel für Dusche und Toilette ist in dem Museumsgebäude "Alte Pastorei" zu bekommen. Das Gebäude befindet sich auf der Westseite (hier auch Liegeplatz Museumsschiff "Gebrüder").

Deutschen Sielhafenmuseum:www.deutsches-sielhafenmuseum.de

Verkehrsanbindung

Die Verkehrsanbindung von Harlesiel/ Carolinensiel erfolgt über die B 461 nach Wittmund, bzw. über die L 808 nach Jever, weiter auf der B 210 nach Sande zur BAB 29 bzw. von Wittmund auf der B 210 nach Aurich.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist Carolinensiel/ Harlesiel über die Nordwestbahn von Oldenburg und Sande und anschließende Busverbindungen ab Jever und Esens zu erreichen (www.bahn.de). Eine weitere Busanbindung (jedoch nicht direkt vom Bahnhof) gibt es ab Wittmund. Ferner verkehrt mit wechselnden Zeiten ein Tidebus von Bahnhof in Sande zum Fähranleger nach Harlesiel, der bei Bedarf in Carolinensiel anhält (www.siw-wangerooge.de)

Carolinensiel

Carolinensiel ist ein etabliertes Nordseebad. Alle Kur- und Ferieneinrichtungen sind vorhanden. Das Dorf ist ein malerischer Sielort und wurde von Fürst Georg Albrecht von Ostfriesland 1729/1730 gegründet und nach seiner Frau Caroline benannt. Lange Zeit war Carolinensiel der Sielhafen mit dem meisten Verkehr und seit der Errichtung der Friedrichsschleuse 1765 zudem der einzige geschützte Sielhafen am ostfriesischen Wattenmeer. Eingeführt wurden insbesondere Holz, Steine, Kohlen und Kolonialwaren aus Skandinavien, den Niederlanden, Großbritannien und seinen Kolonien, während landwirtschaftliche Produkte, Butter und Käse zu den ausgeführten Gütern zählten.

Heutzutage dürfte der Carolinensieler Museumshafen an der Deutschen Nordseeküste einzigartig sein. Neben dem Hafen mit 80-120 Jahre alten Dauer- und Gastliegern bilden drei Häuser das derzeitige Museumsensemble. Hinzu kommt die historische Rettungsstation an der Friedrichsschleuse. In den Häusern sind beispielhaft die Entstehung der Sielhafenorte und das Leben am, auf und mit dem Meer dokumentiert, seien es Deichbau und Landgewinnung, die küstennahe Segelschifffahrt oder das maritimes Handwerk. Neben dem Museum ist in der Alten Pastorei auch ein Nationalparkhaus untergebracht.

Ihresgleichen suchen auch der Raddampfer Concordia II und das alte Hafenversetzboot Marie van`t  Siel, die mit ihren Linienfahrten zwischen dem Museumshafen Carolinensiel und dem Yachtclub Harlesiel bzw. Altfunnixsiel im Hinterland wohl den einzigen Linienverkehr auf einem Binnentief darstellen.

Seinen jährlichen Höhepunkt erlebt der Museumshafen während des zweiten Augustwochenendes, wenn sich zahlreiche historische Küstensegler zur WattenSail treffen.

(Ansteurung am Tage erstellt mit freundlicher Mitarbeit von Rainer Martens - Infotexte erstellt mit freundlicher Mitarbeit von Markus Blatt, Deutsches Sielhafenmuseum Carolinensiel)

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Termine

19.01.2019 - Boot Düsseldorf
08.02.2019 - Boot Holland
20.02.2019 - free-München
01.03.2019 - Klar Schiff Bremerhaven
06.03.2019 - Hiswa
10.05.2019 - Hafengeburtstag Hamburg

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