Kapitän Marc Petrikowski aus Leer warb um Verständnis für die Belange der Berufsschifffahrt, die sich an einen minutiösen Fahrplan halten muss.Der Regionalverband Segeln Weser-Ems, der 165 Wassersport treibende Vereine zwischen Elsfleth und Emden, zwischen Norderney und Nordhorn vertritt, begrüßt die Ausweisung des Wattenmeeres zum Weltnaturerbe. Gleichzeitig befürchten die Funktionäre weitere Restriktionen für die Freizeitschifffahrt durch Windparks auf See, neue Muschelzuchtgebiete und zunehmenden Schiffsverkehr.

 

Das wurde auf dem Seglertag im „Ostfrieslandhaus“ in Aurich deutlich, der von rund 70 Vereinsvertretern besucht wurde.

Vorsitzender Jonny Janßen (Wilhelmshaven) erinnerte zu Beginn an das kürzlich verstorbene Ehrenmitglied des Seglerverbandes, Rudi Neumann aus Aurich. Er hatte sich mehr als drei Jahrzehnte in unterschiedlichen Funktionen im Segelsport engagiert.

Die Zukunft auf den Revieren Weser/Hunte, Jade, Ostfriesische Inseln und Küste, Ems und Ostfriesland Binnen wird nicht nur positiv gesehen. Zunehmende Schlickfrachten lassen die Sportboothäfen verschlammen, Tideströme gewinnen durch Fahrwasservertiefungen an Kraft und über allem macht sich einen überbordende Bürokratie breit. Dazu kommt, dass Land und Bund die Wasserpacht an einigen Gewässern exorbitant anheben wollen. „Der Wassersport hat leider keine schlagkräftige Lobby“, bedauerte auch der stellv. niedersächsische Landesvorsitzende Paul Bömack (Wilhelmshaven). Vor diesem Hintergrund sei die Auszeichnung des Wattenmeeres mit dem Prädikat „Weltnaturerbe“ positiv zu werten, denn dadurch könnte das einmalige Revier eine „Oase der Ruhe“ bleiben, so Bömack.

11.000 Euro bringen die Spitzenverbände des Wassersports, acht Kommunen und 40 Vereine gemeinsam als Pauschale für den Ems-Jade-Kanal auf. „Damit ist eine kostenlose Passage der Sportboote von Emden nach Wilhelmshaven und umgekehrt möglich“, betonte Janssen.  Den Kenal haben im letzten Jahr 5133 Sportboote genutzt. Mit einem Preis für erfolgreiche Jugendarbeit wurde der WV Emden ausgezeichnet: Jugendwart Detlef Hillers freute sich über 100 Euro für die Kasse.

Kapitän Marc Petrikowski vom Bundesverband der See- und Hafenlotsen zeigte in einem Vortrag die „Berührungspunkte zwischen Berufs- und Sportschifffahrt“ auf. Containerschiffe der 7. und 8. Generation, die Bremerhaven oder Hamburg ansteuern tragen rund 12.000 „Blechkisten“ und sind knapp 400 Meter lang. Um dem minutiösen Fahrplan einhalten zu können, seien sie auch im Revier meist mit Höchstgeschwindigkeit unterwegs. „Eine Kursänderung ist da nicht drin, zumal in den engen Fahrrinnen“, sagte der Lotse.

In den kommenden Monaten werden – wie schon in der Vergangenheit - vom Regionalverband Segeln Sicherheitslehrgänge, Wetterseminare und Bordcomputerkurse angeboten. Details sind auf der Webseite www.segeln-niedersachsen.de zu finden. 

Kapitän Marc Petrikowski aus Leer

Kapitän Marc Petrikowski aus Leer warb um Verständnis für die Belange der Berufsschifffahrt, die sich an einen minutiösen Fahrplan halten muss.
Foto: Th. Kruse


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