Aus einer lebensbedrohlichen Situation haben die Seenotretter der DGzRS Station Borkum einen Wassersportler befreit. Das Boot des Mannes hatte in der Deutschen Bucht in einem Großschifffahrtsweg einen Maschinenausfall erlitten. 

 

Nachdem mit einer Wurfleine eine Verbindung zum Havaristen hergestellt worden war, bringen die Seenotretter eine Schleppleine aus.
Bildvermerk: Die Seenotretter - DGzRS

Kurz vor sechs Uhr hatte der Mann wegen eines Maschinenausfalls die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS angerufen: Er befand sich zu diesem Zeitpunkt mit seinem sieben Meter langen Segelboot unter Maschine auf einem Überführungstörn in die Niederlande – die Besegelung war nicht angeschlagen.
Da sich die angegebene Position in der Nähe eines Großschifffahrtsweges befand, gingen die Seenotretter davon aus, dass er mit der Tide in diesen Bereich vertreiben und damit in höchste Gefahr geraten würde. Das Verkehrstrennungsgebiet ist wie eine Autobahn auf See und die hier fahrenden Schiffe sind nicht in der Lage, kurzfristig Hindernissen auszuweichen. Für dieses Gebiet gelten deshalb bestimmte Befahrensregeln und Vorsichtsmaßnahmen.
Der Seenotrettungskreuzer HAMBURG der Station Borkum lief sofort aus. Angesichts der hochdramatischen Lage legten die Seenotretter nahezu die gesamte Strecke von 21 Seemeilen (rund 39 Kilometer) zum Havaristen unter Höchstgeschwindigkeit von 24 Knoten (rund 44 Stundenkilometer) zurück. Zwischenzeitlich hatte ein Windparkversorgungsschiff Sichtkontakt zum Segelboot und konnte die exakte Position mitteilen. Erst jetzt stellte sich heraus, dass es längst im Verkehrstrennungsgebiet trieb.
Die HAMBURG erreichte den Havaristen in etwas unter einer Stunde. Kurz nach dem Herstellen einer Leinenverbindung schleppten die Seenotretter das Segelboot aus dem Gefahrenbereich und brachten es in langsamer Schleppreise nach Borkum in den sicheren Hafen.

Quelle: DGzRS


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