Am Donnerstagabend, den 06.02.2026, kam es im Seehafen Papenburg zu einer Gewässerverunreinigung. Gegen 18:50 Uhr wurde die Wasserschutzpolizei Emden durch den Hafenkapitän der Stadt Papenburg über einen Wassereinbruch im Maschinenraum eines 85 Meter langen Binnenschiffes informiert. Nach bisherigen Erkenntnissen ereignete sich der Wassereinbruch während der Beladung des Schiffes mit rund 1.105 Tonnen Torf. Infolge eines etwa zwei Zentimeter großen Lecks in der Schiffswand drangen schätzungsweise fünf bis sechs Kubikmeter Wasser in den achteren Bereich des Maschinenraums ein. Als Ursache wird mutmaßlich treibendes Eis auf der Ems angenommen, durch das die Außenhaut des Schiffes beschädigt wurde. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich zwei Personen an Bord. Infolge des Wassereinbruchs gelangte eine geringe Menge ölhaltiges Bilgewassers in das Hafengewässer.

Umgehend eingeleitete Maßnahmen verhinderten eine weitere Ausbreitung. Ein Entsorgungsunternehmen übernahm vor Ort das Abpumpen des eingedrungenen Wassers. Zudem wurde das Leck durch eine Spezialfirma provisorisch mittels eines Magnetverschlusses an der Schiffswand abgedichtet. Ein weiterer Wassereintritt konnte anschließend nicht festgestellt werden. Personenschäden waren nicht zu verzeichnen. Hinweise auf ein Fehlverhalten der Schiffsbesatzung liegen nach derzeitigem Stand der Ermittlungen nicht vor. Die Verkehrszentrale Ems untersagte vorsorglich das Auslaufen des Binnenschiffes, bis die durchgeführten Reparaturarbeiten durch einen Gutachter überprüft und freigegeben worden sind. Im weiteren Verlauf arbeitet die Verkehrszentrale Ems konstruktiv mit dem Hafenkapitän Papenburg zusammen. Die Ermittlungen dauern an.


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