Seit Jahren tobt ein Streit um die Vertiefung der Außenems. In den kommenden Monaten soll nun das Genehmigungsverfahren beginnen. 

In dem dann folgenden Plan Feststellungsverfahren sollen die entsprechenden Unterlagen veröffentlicht werden. Es wird damit gerechnet, dass das Planfeststellungsverfahren circa ein Jahr dauern wird. Sollte in diesem Verfahren keine Klage eingereicht werden, könnte die Vertiefung schon 2024 beginnen. Für die Baggerarbeiten werden circa 3 Monate einkalkuliert. Auf einer Länge von rund 7 Seemeilen soll die Fahrrinne um einen Meter vertieft werden. Derzeit kann Emden tideunabhängig von Schiffen bis zu 7,7 Meter Tiefgang angelaufen werden.

Bis 1980 war die Wasserqualität der Unterems noch sehr gut. Das Emsdelta galt zu jener Zeit als die fischreichste Flussmündung Deutschlands. Doch südlich von Emden wurde der Fluss immer mehr begradigt und vertieft, damit der Fluss für die Schiffe der Papenburger Meyer Werft passierbar wurde. Durch diese Eingriffe verschlechterte sich die Wasserqualität des Flusses drastisch. Zudem führten die Eingriffe zu einer völligen Verschlickung aller Häfen zwischen Papenburg und Emden.

Es ist davon auszugehen, dass weitere Baggerungen und Vertiefungen die Wasserqualität noch weiter verschlechtern werden.


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