Der über 130 Jahre alte Gaffelschoner "Ethel von Brixham", der am 31.01.26 auf einer Fahrt von Brunsbüttel nach Den Helder (Niederlande) bei Cuxhaven auf Grund lief (wir berichteten), ist nun bei Bergungsversuchen zerbrochen. Die Trümmerreste wurden beseitigt.
Der Segler war bei Tonne 29 auf den Leitdamm aufgelaufen und konnte nicht freigeschleppt werden. Zunächst wurde kein Wassereinbruch festgestellt und man hoffte mit einer der kommenden Tiden wieder frei zu kommen. Dann jedoch kam es zu kleineren Wassereinbrüchen, die mit den bordeigenen Lenzpumpen in Schach gehalten werden konnten.
Einsatzkräfte vor Ort bemerkten, dass sich der Kiel wölbte und ein Auseinanderbrechen drohte. Zu dem Zeitpunkt fiel plötzlich eine der Pumpen an Bord des Havaristen aus. Aus diesem Grund wurde die Crew aus Sicherheitsgründen komplett abgeborgen.
Zur Zeit der Havarie herrschten südöstliche Winde mit fünf Beaufort und eine Wellenhöhe von etwa 0,75 Meter. Die Lufttemperatur betrug -3 Grad Celsius, die Wassertemperatur etwa zwei Grad Celsius.
Ein paar Tage später hat das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Elbe-Nordsee den Eigentümer des Traditionsseglers "Ethel von Brixham" offiziell zur Bergung verpflichtet. Der Eigentümer musste schnellstmöglich ein tragfähiges Bergungskonzept vorlegen. Dies erwies sich aufgrund des Zustand des Schiffes als schwieirg. Versuche, den Segler freizuschleppen, scheiterten. Das Schiff wies zu dem Zeitpunkt bereits Verformungen und Wassereinbrüche auf, weshalb Experten befürchteten, dass es auseinanderbrechen könnte.
Zu dem Zeitpunkt bestand noch keine direkte Gefahr für den Schiffsverkehr. Das WSA warnte jedoch davor, dass der Segler durch Eisgang, starken Ostwind oder Strömung in die Hauptfahrrinne der Elbe abtreiben könnte.
Am letzten Wochenende ist der über 130 Jahre alte Gaffelschoner "Ethel von Brixham" bei einem Bergungsversuch vor Cuxhaven zerbrochen. Während des Hebevorgangs konnte der Rumpf des alten Holzseglers dem Druck nicht standhalten und brach in zwei Teile.
Die Überreste des Schiffs wurden abtransportiert. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe-Nordsee (WSA) bestätigte, dass die Bergung als professionell durchgeführt betrachtet wird. Das Zerbrechen des Wracks sei auf die schweren, strukturellen Schäden zurückzuführen.
Bild: © WSA Elbe-Nordsee